Wettkampfbericht: Andechser Naturlauf

Doppelter Start, doppelter Spaß: Das war mein Motto beim ersten Andechser Naturlauf am Ammersee! Erst 9,5 km, dann 6,5 km – bei schönstem Sonnenschein ging es über hügelige Cross-Strecken durch die Andechser Wälder und Felder. Als Belohnung gab es Milchprodukte en masse – und eine Rennradtour um den Ammersee!

Eigentlich…

… hatte ich mir nach dem Vogelsberger Vulkan-Trail vorgenommen, für eine Weile keine weiteren Wettkämpfe zu laufen. Nur locker-flockig zu trainieren, bloß nicht zu schnell. Mir endlich mal wieder einen ordentlichen Muskelkater beim Hot Iron zu holen. Häufiger Schwimmen zu gehen.

Bis auf den ersten Vorsatz habe ich auch alles brav eingehalten. Habe mir in der Woche vor dem Andechser Naturlauf sogar gleich zweimal einen ordentlichen Muskelkater beim Hot Iron geholt!

Aber…

… irgendwie haben die Hummeln im Hintern mal wieder gesiegt. Diese Doppelstart-Idee hatte mich wahrscheinlich schon von Anfang an überzeugt. Also: Versuchsweise am Dienstag 10 schnelle 400er. Gaudi, Check. Am Donnerstag 8 km in 34 Minuten. Keine Gaudi, trotzdem Check. Dann die Entscheidung, diese Woche doch kein drittes Mal zum Hot Iron zu gehen, sondern stattdessen zum Andechser Naturlauf. Eine gute Entscheidung! 🙂

Sonntag, 16.10.2016, 09:15 Uhr, Andechser Molkerei Scheitz

Die Veranstalter hatten viele Stände mit gesunden Leckereien, Bierbänke und sogar eine Hüpfburg für die Nachwuchsläufer aufgebaut. Es war ordentlich viel los, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Die Schlange zur Abholung der Startunterlagen war lang, die Nachmelde-Schlange kurz. Alles richtig gemacht 🙂 Und für alle Urban Runners Munich gab es sogar einen Teilnehmer-Rabatt!

Die Zeit bis zum ersten Startschuss ging flux rum: Ein bisschen Plaudern mit Lauffreunden, ein bisschen Warmlaufen, und schon wurde zum Start des 9,5-km-Laufes runtergezählt. Eine richtige Renn-Taktik hatte ich mir bis dahin nicht zurecht gelegt – nur den vagen Plan, bei beiden Läufen ganz ohne Stress eine annehmbare Pace zu laufen und vor allem Spaß zu haben 🙂

Start des Andechser Naturlaufs

9,5-km-Strecke des Andechser NaturlaufsAuf dem ersten Kilometer ließ ich mich mal wieder viel zu schnell mitreißen, wurde aber schon bald von dem hügeligen Streckenprofil ausgebremst. Relativ schnell fand ich meinen Rhythmus, mit dem ich bereits gut durch meine letzten Wettkämpfe gekommen war: Bergauf Gas raus, dafür in der Ebene und bergab ohne Verschnaufpause Gas rein. Da ich mir kein ambitioniertes Zeitziel gesetzt hatte, konnte ich auf diese Weise den Lauf richtig genießen.

LäuferInnen beim Andechser Naturlauf
Ich freute mich über die abwechslungsreiche Hügelstrecke, die größtenteils durch den Wald verlief, und den herrlichen Blick auf den Ammersee auf der zweiten Streckenhälfte. Beim letzten kleinen Anstieg auf sandigem Boden musste ich dann zwar doch kurz die Zähne zusammenbeißen, aber die tolle Stimmung im Ziel und der erste Platz der Damen belohnte dafür!

Erster Lauf in solider Zeit geschafft…

… doch was würden die Beine dazu sagen, gleich nochmal Gas geben zu müssen? Um das herauszufinden, war dieses Doppelstart-Laufexperiment ja da 😉 Die Pausenzeit ging schnell rum. Ich stärkte mich mit meinem Riegel-Favoriten Energize Mango-Tropical von Powerbar, der mir schon beim Marathon und diversen Bergläufen gutverdauliche Energiedienste geleistet hatte. Ansonsten plauderte ich hier und da mit bekannten Gesichtern und setzte mich dann 5 Minuten vor dem nächsten Start kurz hin, als mir die Idee kam, die Beine vielleicht kurz ruhen zu lassen anstatt rumzuwuseln.

6,5-km-Strecke des Andechser NaturlaufsUnd schon befand ich mich wieder beim Runterzählen im Starterpulk. Klappe die Zweite!
Die erste Hälfte des 6,5-km-Laufes lief erstaunlich gut, ich kam mir vor wie auf Federn. Diesmal ging es über gut befestigte, teils asphaltierte Feldwege. Ab der zweiten Hälfte meldeten sich die Beine dann doch leicht verwundert, warum sie denn jetzt nochmal schnell laufen müssten und ob denn nicht der erste Lauf gereicht habe und ob ich danach noch einen dritten Lauf plane usw.

Ich ließ mich nicht auf die Diskussion ein und suchte mir einen jugendlichen Pacemaker. Als ich ihn irgendwann überholte und ein motivierendes „Super“ zuschnaubte, bekam ich meine gedankliche Ablenkung für den Rest der Strecke. „Sie auch!“, schnaufte er zurück. SIE. Lass ich jetzt mal unkommentiert stehen und trage ein wenig Faltencreme auf.

Siegerehrung des Andechser Naturlaufs Die letzten 500 m ging es dann nur noch leicht bergab und ein zweites Mal wurde ich mit toller Stimmung im Ziel und dem ersten Platz der Damen belohnt. Und das in meinem Alter! 😉

Es folgte eine liebevoll organisierte Siegerehrung, bei der ich gleich dreimal aufs Treppchen durfte und ausreichend mit alkoholfreiem Weizen und Milchprodukt-Geschenkpaketen versorgt wurde.
Vielen Dank, Andechser Natur!
(Den Joghurt Orange-Goji und den Bergblumenkäse habe ich schon probiert und für sehr lecker befunden! 🙂 )

Mit dem Andechser Naturlauf habt ihr einen schönen Crosslauf für die Herbstsaison ins Leben gerufen, an dem ich gerne wieder teilnehmen werde!

Gewinn des Andechser Naturlaufs

Und was macht man, wenn man schon mal am Ammersee ist? Klar, Rennradeln!

So wurden die Radflaschen nach der Siegerehrung mit alkoholfreiem Weizen befüllt und los ging’s!
Bis auf ein paar kürzere Abschnitte führt diese Ammersee-Rundtour über wenig befahrene Straßen, vorbei an Wiesen, Feldern und durch kleine Ortschaften.

Herrlicher Ausklang eines sporty Sundays – so lässt es sich leben!

Kleiner Ammersee-Rennradrunde

2 Gedanken zu „Wettkampfbericht: Andechser Naturlauf

  • 18. Oktober 2016 um 14:08
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    Herzlichen Glückwunsch zu den 3×1. Platz!

    Ich finde deinen Bericht sehr schön. Ich bin die 6,5 km mitgelaufen und habe die gute Stimmung dank deines Berichts gleich wieder im Kopf 🙂

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    • 18. Oktober 2016 um 22:39
      Permalink

      Danke, Katrin!
      Schön, dass du auch dabei warst und die tolle Strecke, das gute Wetter und die klasse Stimmung genießen konntest!

      Antworten

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