Pitztal Trail, 1. Tag: Wiese – Piösmes

Voller Energie und Motivationen starteten wir die erste Etappe unserer Pitztal-Tour. Matschige Trails, Flußüberquerungen und die ersten 1700 hm „zum Warmwerden“ warteten auf uns…

Aussicht auf das nebelverhangene Pitztal

Wiese – Piösmes (über Mauchele Alm, Neubergalm, Tiefentalalm, Kreuzjoch, Arzler Alm)
(ca. 21 km, 1700 hm to go…)

Berg-Kühe auf dem Pitztal-TrailAls wir morgens ausgeruht und gut gestärkt aufbrachen, hatte der Regen vom Vortag zum Glück aufgehört. Nebelschwaden gaben den Bergen ein mystisches Flair. Die ersten Kilometer verliefen überwiegend auf Forststraßen und wir waren noch ausgeruht und motiviert genug, Über Wurzeln, Stock und Stein auf dem Pitztal-Trail das meiste davon zu laufen und nur die steileren Stücke zu gehen (das würde sich im Laufe der Zeit noch ändern 😉 ).

Kurz vor unserer ersten Riegel-Rast auf der Mauchele Alm führte uns die Route auf einen schönen, schmalen Trail. Nach der Pause wurde dieser immer steiler und ich freute mich erstmals über meine mitgebrachten Stöcke.

Weiter oben wurde es wieder flacher – und nasser! Lauter kleine oder auch größere Bäche wollten überquert werden. Nicht immer gab es einen offensichtlich geeigneten Weg über Steine darüber, und nicht immer blieben die Füße trocken!

Elegante Flussüberquerung

Rast auf der Neubergalm Schließlich ging es über einen matschigen Trail bergab und wir erreichten die Neubergalm. Dort legten wir eine Kuchenpause ein und beobachteten vereinzelte Spitzenläufer des Pitz Alpine Glacier Trails, der an diesem Tag stattfand. 90 km mit über 5000 hm, durch diese wilde und herausfordernde Berglandschaft! Wir feuerten die Teilnehmer mit Respekt, aber ganz ohne Neid, an und freuten uns über unsere vergleichsweise überschaubaren Etappe.

Grasende Wildpferde und BergbächeDiese führte uns nun in leicht hügeligem Auf und Ab zur Tiefentalalm. Kurz vor der Alm bogen wir ab und nahmen den letzten (und steilsten) Anstieg des Tages in Angriff: auf knapp 2 Kilometern ging es 430 hm hinauf zum Gipfel des Kreuzjoch. Während des Aufstiegs hatten wir eine schöne, leicht nebelverhangene Sicht auf verzweigte Bäche und grasende Wildpferde. Oben war es dann leider vorbei mit der Aussicht, der Nebel verschluckte die Bergwelt um uns herum.

Gipfel des Kreuzjoch

Gämse in den BergenNach einer kurzen Gipfelrast ging es nun nur noch bergab – rund 900 hm auf ca. 2.5 km. Zunächst über einen mäßig steilen Wiesenpfad bis zur Arzler Alm, anschließend über einen steileren, wurzeligen Trail hinab ins Tal. Auch hier begegneten uns wieder einige Wettkampf-Teilnehmer, die nicht nur diesen Aufstieg, sondern noch über 50 km und viele weitere Höhenmeter vor sich hatten. Puh!

Wir hingegen hatten es nach ca. einer halben Stunde geschafft und erreichten nass, dreckig und zufrieden unser Gasthaus in Piösmes.

Ein abwechslungsreicher erster Tag, der Lust auf mehr (und auf ein ordentliches Abendessen) machte!

Trailrunning über dem nebelverhangenen Pitztal

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